Kaltes oder warmes Wasser: Das verrät DIE Wassertemperatur wirklich für saubere Hände

Kaltes oder warmes Wasser: Das verrät DIE Wassertemperatur wirklich für saubere Hände

Sie greifen instinktiv zum warmen Wasser, wenn Sie Ihre Hände waschen? Viele von uns tun das. Doch was, wenn ich Ihnen sage, dass Sie möglicherweise einen entscheidenden Fehler machen, der Ihre Hände nicht so sauber macht, wie Sie denken? Die Wahrheit ist überraschender, als Sie glauben – und sie könnte Ihre tägliche Hygienepraxis komplett verändern.

Die Wassertemperatur: Ein überraschender Mythos

Wir haben alle die Vorstellung, dass heißes Wasser Keime und Schmutz besser bekämpft. Aber eine nähere Betrachtung der Wissenschaft zeigt etwas Faszinierendes: Die Wassertemperatur spielt eine unerwartet kleine Rolle bei der Bakterienreduktion.

Kaltes Wasser ist Ihr heimlicher Verbündeter

Tatsächlich ist kälteres Wasser oft schonender für Ihre Haut und entfernt dabei genauso viele Keime wie warmes Wasser. Der entscheidende Faktor ist nicht die Hitze, sondern wie lange und wie gründlich Sie Ihre Hände einseifen.

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Die magische Dauer: 20 Sekunden für reine Hände

Wie lange sollten Sie Ihre Hände wirklich waschen? Die goldene Regel, die oft unterschätzt wird: 20 bis 30 Sekunden sind entscheidend. Das ist die Zeit, die benötigt wird, um Bakterien wirkungsvoll zu reduzieren.

  • Vergessen Sie nicht die Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen.
  • Tipp für die Zeitmessung: Summen Sie das Lied „Happy Birthday to you“ zweimal. Das dauert etwa 20 Sekunden!

Nur etwa die Hälfte der Menschen hält diese empfohlene Dauer ein. Das bedeutet, viele von uns spülen die Keime nicht gründlich genug ab.

Mehr Seife, weniger Reibung: Der Schlüssel zur Sauberkeit

Sie denken, je mehr Sie reiben, desto sauberer werden die Hände, besonders mit viel Seife? Falsch gedacht! Es geht um die richtige Menge Seife und eine sanfte, aber gründliche Anwendung.

Die Seifenmenge ist entscheidend

Eine ausreichende Menge Seife ist wichtig. Studien zeigen, dass mehr Seife, ob normal oder antimikrobiell, zu einer signifikant stärkeren Bakterienabnahme führt. Das Reiben sollte sanft sein, die Seife erledigt die Hauptarbeit.

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Und wenn keine Seife da ist?

Sie stehen auf einer öffentlichen Toilette und sehen: nur Wasser. Ist das Waschen sinnlos? Keineswegs. Auch Wasser allein entfernt bereits einen Teil der Erreger.

  • Während Seife die Effektivität deutlich steigert, kann das Waschen nur mit Wasser die Häufigkeit von Durchfallerkrankungen senken.
  • Eine gute Nachricht für unterwegs: Wenn Sie unterwegs sind und keine Möglichkeit haben, Ihre Hände zu waschen, sind Desinfektionstücher eine gute Alternative, aber das gründliche Händewaschen bleibt die erste Wahl.

Wann sollten Sie Ihre Hände waschen? Die wichtigsten Momente

Händewaschen ist mehr als nur nach dem Toilettengang. Es sollte eine feste Routine sein, gerade in Zeiten, in denen Keime leicht die Runde machen.

  • Nach jedem Heimkommen: Öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufswagen, Rolltreppen – Ihre Hände sind ständig auf Keimsammlung.
  • Nach Kontakt mit Abfall, rohem Fleisch oder Tierfutter.
  • Vor dem Kochen und vor jeder Mahlzeit.
  • Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten: Nur ein Drittel der Menschen tut dies regelmäßig – ein fataler Fehler, der die Verbreitung von Viren fördert.
  • Denken Sie auch an Ihr Smartphone! Es ist eine echte Keimschleuder und wird oft angefasst, ohne dass wir uns zuvor die Hände gewaschen haben.

Haben Sie Ihre Hände schon einmal nach dem Niesen gewaschen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen unten in den Kommentaren!

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