Denken Sie, Fasching sei nur ein modernes Spektakel mit Kostümen und Umzügen? Dann warten Sie mal ab, was der Altweiberfasching – oder wie er in Bayern auch genannt wird, der Unsinnige Donnerstag – bereithält. Dieser Tag markiert nicht nur den Beginn des wilden Treibens, sondern birgt auch eine faszinierende Geschichte, die Ihre Sicht auf Karneval verändern wird. Verpassen Sie nicht, wann genau dieses Jahr der Spaß beginnt und warum er einen ganz besonderen Namen trägt.
Wann beginnt der Altweiberfasching 2026?
Der unsinnige Donnerstag, auch bekannt als Lumpiger Donnerstag oder schlicht Weiberfasching, fällt jedes Jahr auf den Donnerstag vor dem Aschermittwoch. Im Jahr 2026 ist es der 12. Februar. Dies ist der offizielle Startschuss in die ausgelassenste Zeit des Faschings, in der die Narren die Herrschaft übernehmen. Machen Sie sich bereit, denn ab diesem Tag wird es richtig bunt und laut – besonders in Bayern, wo dieser Tag seinen ganz eigenen Charme entwickelt.

Die ungewöhnliche Geschichte hinter dem Weiberfasching
Woher kommt diese Tradition eigentlich? Die Wurzeln des heutigen Weiberfaschings reichen über 180 Jahre zurück nach Bonn-Beuel. Hier wehrten sich die Wäscherinnen und Bleicherinnen gegen die harte und oft seelisch belastende Arbeit, die ihr Beruf mit sich brachte.
Von der Wäsche zur „Machtübernahme“
Statt sich nur der schmutzigen Wäsche zu widmen, legten die Frauen am Donnerstag vor Fasching symbolisch die Männer „in die Mangel“. Dies demonstrierte ihren Wunsch nach Anerkennung und einer kleinen Auszeit vom Alltag.
- Zurückweisung harter Arbeitsbedingungen.
- Protest gegen seelische Belastungen im Berufsalltag.
- Gemeinschaftstreffen unter Frauen mit klaren Regeln: nur Damen waren erlaubt.
Diese Treffen waren oft geprägt von lebhaften Gesprächen, bei denen die Frauen über die Taten ihrer Ehemänner – von ehelichen Treuestellungen bis hin zu Alkoholexzessen – berichteten. Ein zutiefst weibliches Forum, das in der damaligen Zeit sicherlich eine subversive Kraft hatte.
Der schwindende Brauch des Krawattenabschneidens
Früher war es ein beliebter Brauch, dass die Frauen an diesem Tag den Männern die Krawatten abschnitten. Ein humorvolles Zeichen, wer an diesem Tag das Sagen hatte. Mit zunehmendem Homeoffice und dem Rückgang der Krawattenträger in vielen Berufen, ist dieser Brauch jedoch leider etwas in den Hintergrund getreten. Schade eigentlich, denn es war eine nette kleine Tradition, die für Lacher sorgte.

Ihr praktischer Rat für den Fasching
Nun wissen Sie also, woher der Unsinnige Donnerstag kommt und warum er gefeiert wird. Doch wie können Sie diese Tradition am besten für sich nutzen? Ganz einfach: Feiern Sie mit! Egal ob Sie sich als bayerische Bergbahn oder als waschechter Faschingsnarr verkleiden, nutzen Sie diesen Tag, um dem Alltag zu entfliehen.
Mein Tipp für Sie: Halten Sie nach lokalen Faschingsveranstaltungen Ausschau. Oft gibt es am Unsinnigen Donnerstag besondere Events, die speziell auf diese Tradition zugeschnitten sind. So können Sie Teil einer lebendigen Geschichte werden.
Ihre Meinung zählt!
Feiern Sie Fasching? Und als was möchten Sie sich dieses Jahr verkleiden? Verraten Sie es uns in den Kommentaren! Wir sind gespannt auf Ihre kreativen Ideen.
