Nebenkostenabrechnung zu hoch: So prüfen Sie versteckte Fehler und sparen bares Geld

Nebenkostenabrechnung zu hoch: So prüfen Sie versteckte Fehler und sparen bares Geld

Stellen Sie sich vor: Sie öffnen die jährliche Nebenkostenabrechnung und der Betrag ist unerwartet hoch. Hektik macht sich breit. Doch bevor Panik aufkommt, sollten Sie wissen: In diesen Abrechnungen verstecken sich oft versteckte Fehler, die Ihnen bares Geld kosten. Viele Mieter zahlen zu viel, ohne es zu merken. Doch Sie haben Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken – und das sollten Sie jetzt prüfen.

Die Frist tickt: Wann Sie spätestens handeln müssen

Die Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr muss Ihnen spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums vorliegen. Spätestens am 31. Dezember 2025 sollte sie für das Jahr 2024 bei Ihnen eintreffen. Kommt sie später und der Vermieter kann keine gute Erklärung dafür liefern, können Nachforderungen ausgeschlossen werden. Das ist eine wichtige Regelung, die viele übersehen.

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So prüfen Sie Ihre Wohnfläche: Genauer als der Vermieter!

Ein oft übersehener Punkt: Die Quadratmeterzahl Ihrer Wohnung. Der Mieterverein München rät: Messen Sie Ihre Wohnung selbst nach! Stimmt die angegebene Quadratmeterzahl in der Abrechnung mit der Realität überein? Manchmal werden hier unabsichtlich, aber oft auch absichtlich Fehler gemacht, die Ihre Kosten erhöhen.

Diese 3 Fehler kosten Mieter am meisten

Britta Schön von Finanztip hat die häufigsten Fallen aufgedeckt, die Ihnen in der Nebenkostenabrechnung begegnen können:

  • Falsche Warmwasserabrechnung: Wird warmes Wasser nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, sondern geschätzt oder mit einer Formel? Dann können Sie die Kosten legal um 15 Prozent kürzen! Ein echter Gewinn, den nur wenige kennen.
  • Kosten, die nicht im Mietvertrag stehen: Plötzlich tauchen Posten auf, die Sie nie vereinbart haben? Das ist oft unzulässig.
  • Umgelegte Reparaturkosten: Reparaturen, die eigentlich Sache des Vermieters sind, landen auf Ihrer Abrechnung? Das geht in der Regel nicht.

Der erste Schritt: Direkt den Vermieter ansprechen

Ist Ihnen etwas unklar oder erscheint unplausibel? Schreiben Sie zuerst Ihren Vermieter an. Oft lassen sich Missverständnisse so schnell aus der Welt räumen. Bitten Sie um Klärung oder Belege, wenn Ihnen Kostensteigerungen (z.B. beim Aufzug) verdächtig vorkommen.

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Widerspruch einlegen: So geht’s richtig

Einen Fehler gefunden und die Klärung mit dem Vermieter hat nichts gebracht? Dann legen Sie schriftlich Widerspruch ein. Sie müssen das nicht sofort begründen! Sie haben dafür vier Wochen Zeit. Die detaillierte Begründung und Einsicht in die Belege können Sie sich über zwölf Monate aufheben.

Experten-Tipps für Ihre Nebenkostenabrechnung

  • Vergleich ist Trumpf: Heften Sie die Abrechnung nicht einfach ab, sondern vergleichen Sie sie immer mit dem Vorjahr. Auffälligkeiten fallen so sofort auf.
  • Nachbarn als Verbündete: Tauschen Sie sich mit Ihren Nachbarn aus. Wenn jemand einen Fehler entdeckt, haben ihn vielleicht andere auch. Gemeinsam ist es einfacher, Belege einzusehen.
  • Steuer-Trick: Vergessen Sie nicht, Ihre Nebenkostenabrechnung bei der Steuer einzureichen. Als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerrechnungen können Sie einen Teil der Kosten über die Einkommenssteuererklärung zurückholen! Das ist wie ein kleiner Bonus vom Finanzamt.

Hatten Sie schon mal eine überhöhte Nebenkostenabrechnung? Wie sind Sie vorgegangen und was war das Ergebnis? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

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