Eis auf Flüssen und Seen sieht oft verlockend aus, doch die Gefahr ist real. Ein Zehnjähriger brach in Niederbayern ein, doch eine COURAGEOUS Passantin rettete ihn mit einem einfachen Trick. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich und anderen in solchen Situationen richtig helfen.
Wenn das Eis nachgibt: Das müssen Sie wissen
Die oberste Regel vor dem Betreten von Eisflächen: Gehen Sie nur auf Eis, das nach mehreren Nächten mit starkem Nachtfrost entstanden ist. Selbst dann ist Vorsicht geboten.
So dick muss das Eis sein
- Fluss oder See: Laut DLRG Bayern ist eine Eisdecke von mindestens 15 cm Dicke für Seen und 20 cm für fließende Gewässer erforderlich.
- Vorsicht bei Zu- und Abflüssen: Hier ist das Eis oft dünner!
- Dunkle Stellen meiden: Diese deuten auf dünnere Eisflächen hin.
Gehen Sie niemals alleine aufs Eis! Knackt und knistert es unter Ihnen? Dann ist die Eisdecke zu dünn – sofort weg vom Eis!

Ins Eis eingebrochen – wie hilft man?
Wenn Sie beobachten, wie jemand ins Eis einbricht, ist schnelles Handeln gefragt. Hier die wichtigsten Tipps:
- Sofort Notruf 112 wählen.
- Eigene Sicherheit geht vor: Helfen Sie nur, wenn Sie sich selbst nicht in Gefahr bringen.
- Rettung vom Ufer aus: Reichen Sie aus der Ferne einen Schal, Ast oder Ähnliches.
- Selbst aufs Eis? Nur flach! Legen Sie sich auf den Bauch, um das Gewicht zu verteilen. Sichern Sie sich am Ufer mit einem Seil.
- Unterkühlung ernst nehmen: Nasche Kleidung vorsichtig entfernen, warm zudecken, vor Wind schützen.
Die Geschichte von Lisa aus Altdorf zeigt, wie wichtig diese Regeln sind. Sie warf dem Jungen ihre Jacke zu und legte sich selbst bäuchlings aufs Eis, um sein Gewicht zu verteilen. Eine wahrhaft heldenhafte Tat!

Warum macht das Eis Geräusche?
Das Knistern und Knacken des Eises ist kein direktes Warnsignal für dünnes Eis, wie Physikerin Dr. Karoline Bernhard-Höfer erklärt. Es entsteht durch Temperaturschwankungen:
- Die Luft über dem Eis ist kälter als das Wasser darunter.
- Die kältere Oberfläche zieht sich stärker zusammen als die wärmere Unterschicht.
- Diese Spannungen führen zu winzigen Rissen, die das Knackgeräusch verursachen.
Dieses Geräusch wird durch die unterschiedlichen Schallgeschwindigkeiten bei verschiedenen Frequenzen beeinflusst und verändert sich auf dem Weg zum Hörer. Faszinierend, oder?
Sicherheit geht vor – egal, ob auf dem Eis oder beim Autofahren auf glatter Straße. Apropos Autofahren: Haben Sie schon unseren Tipp zum Anfahren im zweiten Gang ausprobiert?
Was war Ihre knappste Situation im Winter? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!
