Pubertät der Kinder: So navigieren Sie durch die stürmische See – mit diesen 3 genialen Tipps

Pubertät der Kinder: So navigieren Sie durch die stürmische See – mit diesen 3 genialen Tipps

Ihre Kinderlügen, sind faul und respektlos? Fühlen Sie sich oft überfordert von den täglichen Auseinandersetzungen? Willkommen in der Pubertät! Wenn die einst so liebenswerten Kleinen zu widerspenstigen Teenagern werden, stehen Eltern oft ratlos da. Doch was hilft wirklich, diese turbulente Phase zu meistern, ohne selbst den Verstand zu verlieren? Ein Blick zurück auf unsere eigene Jugend und kluge Ratschläge von Experten können den entscheidenden Unterschied machen.

Warum wir die Pubertät unserer Kinder dringend neu denken müssen

Die Pubertät scheint eine universelle Herausforderung zu sein, bei der Türen geschlagen, Klamotten auf dem Boden landen und Diskussionen über Ausgehzeiten zur Tagesordnung gehören. Doch während Eltern oft in einem Strudel von Frustration stecken, übersehen sie die Chance, ihre Kinder besser zu verstehen – und sich selbst.

Denken Sie zurück: Wie waren wir damals?

Agnes Dachs, die den Elternkurs „Abenteuer Pubertät“ leitet, betont einen entscheidenden Punkt: Wir Erwachsenen sollten uns erinnern, was wir selbst als Jugendliche durchgemacht haben. Diese Erinnerungen können uns helfen, gelassener auf die aktuellen Herausforderungen zu reagieren. Anstatt sofort in Konfrontation zu gehen, ist es ratsam, in ruhigen Momenten die Spielregeln gemeinsam zu überprüfen und neu zu definieren. Es geht darum, nicht jedes Problem sofort für das Kind zu lösen, sondern ihm zu vertrauen, dass es viele Dinge selbst meistern kann.

Pubertät der Kinder: So navigieren Sie durch die stürmische See – mit diesen 3 genialen Tipps - image 1

Von „Basislagern“ und dem Recht auf Loslassen

Ein eindrückliches Bild, das Agnes Dachs im Kurs verwendet, ist das des „Basislagers“. Es symbolisiert einen sicheren Hafen, zu dem sich das Kind jederzeit wenden kann, während es gleichzeitig lernt, selbstständig seinen Weg zu finden. Eltern müssen lernen, loszulassen und ihren Kindern den nötigen Freiraum zum Ausprobieren zu geben. Es ist ein feiner Grat zwischen beschützen und bevormunden, den es zu finden gilt.

Typische „Pubertiere“ – und wie man sie versteht

Jan Weiler, Autor der beliebten Buchreihe „Das Pubertier“, bestätigt: Die Pubertät schlägt irgendwann zu, auch wenn sie bei manchen Kindern in der Teenagerzeit weniger auffällig ist. Doch Vorsicht: Manche Schwierigkeiten können sich verzögern und dann umso heftiger auftreten, wenn man es am wenigsten erwartet. Diese Erkenntnis ist wichtig, um nicht den Glauben an den Prozess zu verlieren.

Pubertät der Kinder: So navigieren Sie durch die stürmische See – mit diesen 3 genialen Tipps - image 2

Das Gehirn in der Pubertät: Ein chaotischer Bauplatz

Was Eltern oft nicht wissen: Während der Pubertät verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch die Gehirnstruktur. Nicht alle Bereiche entwickeln sich gleichzeitig gleich schnell, was zu einem „chaotischen Bauplatz“ im Kopf führt. Studien zeigen, dass Jugendliche oft emotionale und schnelle Entscheidungen treffen, da die Amygdala, das Zentrum für Emotionen, aktiver ist als bei Erwachsenen, die eher im Frontalcortex abwägen. Dies erklärt so manche unvorhersehbare Reaktion und hilft, die Intensität der jugendlichen Gefühle besser einzuordnen.

Praktischer Tipp: Offene Kommunikation als Schlüssel

Auch wenn sich Kinder abgrenzen und zurückziehen, ist es entscheidend, nicht aufzuhören, das Gespräch zu suchen. Statt sie mit Fragen zu „löchern“, laden Sie sie zu einem echten Austausch ein. Erzählen Sie auch von sich, Ihren Sorgen und hören Sie aufmerksam zu. Zeigen Sie echtes Interesse am Leben Ihres Kindes. Bettina Brockmann, Paar- und Familientherapeutin, betont sogar, dass „in der Pubertät knallen muss“. Konfrontation ist wertvoll, denn nur durch Konflikt kann ein erwachsener Austausch entstehen. Das Ziel sollte sein: Ihre Kinder wissen, dass Sie sie nicht kontrollieren wollten, aber immer für sie da waren, wenn sie Sie brauchten.

Wie hat die Pubertät Ihrer Kinder Sie herausgefordert? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

Nach oben scrollen