Was jeder Österreicher vor dem Winter ignorieren will: Fünf fatale Fehler, die jetzt 120 Euro kosten

Was jeder Österreicher vor dem Winter ignorieren will: Fünf fatale Fehler, die jetzt 120 Euro kosten

Kennen Sie das? Die Windschutzscheibe ist noch halb vereist, aber die Arbeit ruft. Man freut sich, fünf Minuten länger im warmen Bett zu bleiben, und kratzt schnell nur ein „Guckloch“ frei. Oder der Schnee auf dem Dach? „Fällt schon nicht runter.“

Ich habe in meiner Praxis erlebt, wie teuer diese Bequemlichkeit werden kann. Es geht nicht nur um eine kleine Strafe. Im Winter verwandeln sich kleine Nachlässigkeiten schnell in saftige Bußgelder bis zu 120 Euro und sogar Punkte im Führerschein. Hier ist der präzise Leitfaden, um die dicke Rechnung vom Amt zu vermeiden, die wir in Österreich so gerne ignorieren.

Der Blick aufs Geld: So teuer wird die Eile am Morgen

Viele übersehen, dass die Straßenverkehrsordnung im Winter härter zuschlägt. Die Polizei in Österreich ist sensibel, besonders wenn es um klare Sicht und Sicherheit geht. Wer nur ein „Guckloch“ freikratzt, riskiert nicht nur die eigene Sicherheit, sondern verstößt klar gegen die Vorschrift, freie Sicht in alle Richtungen zu haben.

  • Das Guckloch-Dilemma: Mit eingeschränkter Sicht erwischt? Das kostet Sie glatte 10 Euro. Das klingt harmlos, aber bei einem Unfall wird es viel komplizierter.
  • Vergessener Schnee auf dem Dach: Das ist nicht nur lästig für den Hintermann. Löst sich der Schnee oder eine gefährliche Eisplatte, drohen 25 Euro Strafe. Bei Eisplatten, die einen Unfall verursachen, sind wir schnell bei 80 Euro Bußgeld und einem Punkt.

Kritischer Fehler 1: Die Sommerreifen-Falle

Das ärgerlichste Bußgeld für Autofahrer in Salzburg, Tirol oder Kärnten? Sommerreifen auf verschneiter Fahrbahn. Die meisten denken, man kommt schon durch, solange die Straßen geräumt sind. Aber das Gesetz ist hier eindeutig: Bei winterlichen Verhältnissen muss die Bereifung stimmen.

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  • Standardvergehen: Mit Sommerreifen auf Schnee erwischt? Rechnen Sie mit 60 Euro und einem Punkt.
  • Die Teuer-Variante: Behindern Sie durch die unzureichenden Reifen den Verkehr, schnellt die Strafe auf 80 Euro hoch.
  • Der Super-Gau: Kommt es durch Ihre falschen Reifen zu einer Gefährdung oder gar einem Unfall, liegen die Kosten bei 100 bis 120 Euro – inklusive Punkt natürlich.

Kritischer Fehler 2: Die „Warmlauf-Romantik“ am Motor

Ich sehe es fast jeden Morgen, besonders in ländlichen Teilen Oberösterreichs: Der Fahrer lässt den Motor laufen, um das Auto (und sich selbst) aufzuwärmen, während er gemütlich kratzt. Das ist in Österreich nicht nur schlechter Stil, sondern eine direkte Ordnungswidrigkeit.

Unnötige Lärmbelästigung oder vermeidbare Abgase sind verboten. Werden Sie erwischt, weil Sie den Motor unnötig warmlaufen lassen, drohen knackige 80 Euro Bußgeld. Und das ist noch nicht einmal gut für den Motor!

Kritischer Fehler 3: Die unsichere Skiausrüstung

Die Saison beginnt, und die Skier müssen auf den Dachgepäckträger oder ins Auto. Das ist eine der häufigsten Ursachen, bei denen ich als Journalist von Kontrollen höre. Ski sind Ladung, und diese muss gesichert sein, als gäbe es kein Morgen.

  • Reine Kontrolle, Ladung nicht gesichert: 35 Euro sind fällig.
  • Gefährdung (Ski fallen vom Dach): 60 Euro plus Punkt.
  • Unfall durch verlorene Ladung: 75 Euro und ein Punkt.

Denken Sie daran: Ein einzelner Ski, der bei 100 km/h von Ihrem Dach fliegt, ist ein Geschoss, das bei uns leicht vermeidbar ist.

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Der ultimative Lifehack: So sparen Sie sich Zeit und jedes Bußgeld

Wie entkommen Sie morgens schnell und legal dem Eis-Chaos, ohne dabei 120 Euro zu riskieren?

Der Profi-Tipp, den viele Lenker in Wien und Graz nutzen, ist Prävention, nicht Reaktion. Anstatt das Eiskratzen als Last zu sehen, nutzen Sie:

  1. Die Essig-Lösung (für die Scheiben): Eine Mischung aus zwei Teilen Essig und einem Teil Wasser in einer Sprühflasche über Nacht präventiv auf die Scheibe sprühen. Das senkt den Gefrierpunkt, und das Kratzen geht blitzschnell.
  2. Der Kennzeichen-Trick: Das Kennzeichen wird oft vergessen. Befreien Sie es immer vollständig von Schnee. Die 5 Euro sind zwar das geringste Übel, aber ich habe bemerkt, dass Polizisten bei unleserlichem Kennzeichen besonders genau bei anderen Mängeln hinsehen.
  3. Die Tarp-Methode (für das Dach): Besitzen Sie ein größeres Fahrzeug? Legen Sie abends eine Plane auf das Dach. Am Morgen ziehen Sie die Plane ab, und der Schnee ist weg. So vermeiden Sie die Gefahr durch riesige Eisplatten.

Fahren Sie im Winter sicher. Die 10 Minuten Mehraufwand am Morgen sind es wert, um die Strafzettel-Saison zu umgehen. Im schlimmsten Fall kosten uns solche Nachlässigkeiten nicht nur Geld, sondern auch einen Unfall.

Und nun meine Frage an Sie: Welches absolut unnötige Winter-Bußgeld haben Sie oder jemand in Ihrem Umfeld schon einmal bezahlt? Teilen Sie Ihre Geschichte in den Kommentaren!

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