Dieses geheime Walnuss-Chutney vom Starkoch macht jede Käseplatte unvergesslich

Dieses geheime Walnuss-Chutney vom Starkoch macht jede Käseplatte unvergesslich

Hand aufs Herz: Wie oft landet bei Ihnen eine einfache Käseplatte auf dem Tisch, die zwar gut, aber irgendwie immer gleich schmeckt? Wir sprechen hier von der typischen österreichischen Jause, die ein bisschen den Pep aus der Sterneküche vermisst. Die Walnuss, oft nur Deko, hat ein viel größeres Potential. Genau dieses Potential hebt der bayerische Starkoch Alexander Herrmann mit einem simplen Trick auf ein neues Level.

Ich habe das Rezept für dieses super-schnelle Walnuss-Chutney getestet. Es verwandelt die bittersüße Note der Walnuss in eine tiefgründige, würzige Soße. Und glauben Sie mir: Nach diesem Chutney werden Ihre Gäste fragen, ob Sie heimlich einen Kochkurs bei Herrmann belegt haben.

Das Missverständnis vom Chutney: Es ist mehr als Marmelade

Viele behandeln Chutney als einfache Einmachware. Herrmann erklärt es viel treffender als „dickflüssige Würzmarmelade“. Aber der Clou an seiner schnellen Version? Es ist keine tagelange Kocherei notwendig; die Zutaten müssen nur richtig „geweckt“ werden. Und die Kombination der würzigen Nuss und der feinen Süße von Aprikosen ist schlicht genial.

In meiner ersten Probe habe ich gemerkt, wie wichtig die richtige Vorbereitung der Walnuss ist. Die meisten werfen die Nüsse einfach roh hinein – ein fataler Fehler, der den Geschmack verflacht.

Die 10-Minuten-Regel: So „wecken“ Sie die Walnuss

Die Walnuss ist von Natur aus bitter. Um ihre Tiefe freizusetzen, muss sie geröstet werden. Aber achten Sie auf die Temperatur und die Zeit. Es geht nicht darum, sie zu verbrennen, sondern ihre ätherischen Öle freizusetzen:

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  • Heizen Sie den Backofen auf 160 Grad Umluft vor.
  • Breiten Sie 80 g Walnusskerne in einer kleinen Form aus.
  • Rösten Sie diese nur 10 bis 12 Minuten. Nehmen Sie die Kerne heraus, sobald sie intensiv zu duften beginnen – das ist das Signal!
  • Anschließend grob hacken und beiseitestellen.

Das Rösten gibt den Walnüssen in diesem österreichischen Chutney eine warme, fast karamellige Basis, die für die spätere Würzmarmelade unerlässlich ist.

Schnellanleitung: Das Spiel mit Säure und Süße

Das Geheimnis dieses Rezepts liegt im Zusammenspiel von getrockneten Aprikosen und Orangensaft. Während die Walnüsse die erdige Tiefe liefern, sorgt die Frucht für die notwendige Frische und leichte Süße.

Die nötigen Schritte (in nur 15 Minuten):

  1. Schalotten anschwitzen: Würfeln Sie 2–3 Schalotten fein. In einem kleinen Topf mit einem Schuss Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten.
  2. Die Aprikosen vorbereiten: 100 g getrocknete Aprikosen ebenfalls fein würfeln und kurz zu den Schalotten geben. Eine Minute lang sanft mitschwitzen.
  3. Ablöschen und Quellen lassen: Mit 150 ml Orangensaft ablöschen, aufkochen lassen und sofort den Herd ausschalten. Wichtig: Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie alles 10 Minuten ziehen. Die Aprikosen saugen den Saft auf und quellen wunderbar.
  4. Vollenden: Zuletzt die gerösteten, gehackten Walnüsse unterheben. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken.

Ich habe bemerkt: Die Abkühlzeit ist das A und O. Das Chutney schmeckt lauwarm schon fantastisch, aber erst nach dem vollständigen Erkalten entfalten die Aromen ihre volle Komplexität.

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Alexander Herrmanns Geheimwaffen: Die unerwarteten Gewürze

Das Basisrezept ist schon ein Hit, aber der Starkoch weiß natürlich, wie man aus gut hervorragend macht. Er lässt uns bewusst Raum, das Chutney nach unserem Gaumen zu kalibrieren. Diese zusätzlichen Zutaten geben dem Chutney eine überraschende Note, die man in Österreich nicht erwartet:

  • Ein Löffel scharfer Senf (Der Senf aus Krems/Donau funktioniert hier wunderbar für eine regionale Note).
  • Ein Schuss Granatapfelsirup für orientalische Süße.
  • Ein Esslöffel alter Aceto Balsamico (nicht der billige Supermarkt-Balsamico).
  • Eine Prise Raz el Hanout (eine marokkanische Gewürzmischung, die Wärme und Schärfe bringt).

Wenn Sie das Chutney zu einem kräftigen österreichischen Bergkäse servieren, empfehle ich dringend, etwas Balsamico hinzuzufügen. Das sorgt für eine perfekte Balance zur Würze des Käses.

Nicht nur für Käse: Wo dieses Chutney in Österreich brilliert

Natürlich ist das Walnuss-Chutney ein Traum zu Käse. Aber in der Küche eines Profis wie Alexander Herrmann hört das Potenzial nicht auf. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal in Linz oder Innsbruck beim Fleischer einkaufen:

  • Zum gebratenen Geflügel: Perfekt als reichhaltiger Kontrast zu einem einfachen Hühnerfilet.
  • Zu gegrilltem Gemüse: Ein großer Löffel Chutney über gegrillte Zucchini oder Paprika ersetzt jede Marinade.
  • Zum Ofenkäse/Camembert: Das ist unsere absolute Lieblingsvariante! Die fruchtig-würzige Konsistenz ist ideal zum warmen, flüssigen Käse.

Dieses Chutney ist ein Beweis dafür, dass Sie keine komplizierten Techniken brauchen, sondern nur die richtigen Zutaten und den Mut, die Walnuss einmal anders zu sehen.

Haben Sie vor, dieses Chutney auszuprobieren, oder haben Sie bereits ein eigenes Geheimrezept für die Verfeinerung von Walnüssen? Erzählen Sie uns in den Kommentaren, wie Sie in Österreich Ihre Jause am liebsten aufpeppen!

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