Stellen Sie sich vor, Sie blicken in den Nachthimmel und sehen einen Vollmond – aber wussten Sie, dass jeder einzelne von ihnen einen ganz besonderen Namen hat? Diese Namen sind kein Zufall, sondern wurzeln tief in der Natur und dem Leben unserer Vorfahren.
Viele von uns übersehen die faszinierenden Muster am Himmel, die uns alte Traditionen und das einfache Leben in Einklang mit der Natur lehren. Aber genau hier verbirgt sich eine tiefere Verbindung, die wir wiederentdecken können.
Der magische März und sein „Wurmmond“
Das Geheimnis im Boden
Der Vollmond im März trägt einen Namen, der Neugier weckt: „Wurmmond“. Aber warum gerade dieser Name? Es ist ganz einfach: Wenn die Winterkälte nachlässt und der Boden wieder weicher wird, kommen die ersten Regenwürmer zum Vorschein. So wird dieser Mond zum Zeichen dafür, dass der Frühling wirklich naht.

Manche nennen ihn auch „Lenzmond“, denn Lenz ist nur ein altes Wort für Frühling. Den „Fastenmond“ werden ihn vielleicht diejenigen kennen, die in der Vorosterzeit leben.
Haben Sie den Wurmmond schon einmal auf besondere Weise erlebt oder fotografiert? Teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns!
Mehr als nur ein Lichtpunkt: Die Namen der anderen Vollmonde
Der „Pink Moon“ und seine europäischen Pendants
Denken Sie an den April-Vollmond, und vielleicht kommt Ihnen der „Pink Moon“ in den Sinn. Ursprünglich von indigenen Völkern Nordamerikas so genannt, weil im April die Phlox-Blumen in Rosa erblühten. Bei uns in Europa hieß dieser Mond oft „Ostermond“ oder „Grasmond“ – passend zur aufblühenden Natur.

Die blühenden und herrschenden Monde
- Mai: Bekannt als „Wonnemond“ (wegen des „Wonnemonats Mai“) oder „Blumenmond“ – wer könnte bei so einem Namen nicht an blühende Gärten denken?
- Juni: Hier strahlt der „Rosenmond“ oder der „Erdbeermond“, eine Zeit der Fülle und süßen Früchte.
Sommerliche Ernte und herbstliche Gedanken
- Juli: Der „Heumond“ signalisiert die Zeit der Heuernte, manchmal auch „Donnermond“ genannt, wenn die Sommergewitter aufziehen.
- August: Ganz klar, der „Getreidemond“, denn die Ernte ist in vollem Gange.
- September: Wir sehen den „Herbstmond“ oder „Maismond“, wenn sich die Natur langsam auf den nahenden Herbst vorbereitet.
- Oktober: Der „Weinmond“ leitet die Weinlese ein – eine Zeit des Feierns und der Gaben.
Abschied vom Herbst und Beginn des Winters
Im November wird es grauer, und so ist es nicht verwunderlich, dass er der „Nebelmond“ ist. Wenn dann der Dezember kommt, steht der „Kalte Mond“ oder „Julmond“ am Himmel. „Jul“ erinnert an alte germanische Feste zur Wintersonnenwende.
Wussten Sie schon? Am 4. Dezember 2025 sprachen wir im Radio BR/Bayern 1 über den Dezember-Vollmond. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie den „Kalten Mond“ am besten beobachten können, hören Sie doch mal rein!
Der Januar-Vollmond ist der „Wolfsmond“, und der Februar bringt uns den „Schneemond“ – passend zur kalten Jahreszeit.
So ein Vollmond ist mehr als nur ein Himmelskörper. Er erzählt Geschichten von Jahreszeiten, von Traditionen und dem Rhythmus der Natur. Welcher Vollmondname gefällt Ihnen am besten und warum?
