Ihre Nase läuft ununterbrochen, der Hals ist gereizt und der Kopf pocht – kennen Sie das Gefühl? Inmitten der Erkältungszeit kann es schnell passieren, dass man die Symptome verwechselt. Doch die schnelle Unterscheidung ist entscheidend, denn die Behandlungsmöglichkeiten sind grundlegend verschieden. Lesen Sie jetzt, wie Sie dem Rätsel auf die Spur kommen!
Warum Ihre Nase gerade läuft: Die häufigsten Täter
Sobald die ersten Blätter im Herbst fallen oder im Frühling die Pollen fliegen, beginnt für viele Österreicher eine unangenehme Zeit. Die Nase läuft, die Augen tränen und ein ständiges Niesen macht den Alltag zur Qual. Doch steckt hinter diesen Beschwerden eine lästige Erkältung, die uns aus den Socken haut, oder leidet man unter einer hartnäckigen Allergie?
Der plötzliche Ausbruch spricht für die Allergie
Ein entscheidender Unterschied liegt oft im Beginn der Symptome. Allergien schlagen meist plötzlich zu, oft ohne Vorwarnung. Spaziergänge im Park oder der Gang zur Arbeit können dann zum Auslöser werden. Wenn das Jucken in den Augen und im Hals plötzlich einsetzt, ist das ein starkes Indiz für eine allergische Reaktion.

Schleichende Beschwerden und Fieber deuten auf Erkältung hin
Eine Erkältung hingegen kündigt sich oft schleichend an. Man fühlt sich schlapp, müde und die Beschwerden entwickeln sich über Tage. Das typische „Alles tut weh“-Gefühl, begleitet von leichtem Fieber, ist ein klares Zeichen, dass Ihr Immunsystem gerade gegen einen Virus kämpft.
Ihr persönlicher Schnell-Check: 3 Fragen zur Diagnose
Um Klarheit zu gewinnen, stellen Sie sich folgende Fragen:
- Wann begannen die Symptome? Plötzlich und unerwartet (Allergie) oder schleichend (Erkältung)?
- Gibt es Begleiterscheinungen? Juckende Augen, Haut oder ein kratzender Hals (Allergie) oder Fieber und Gliederschmerzen (Erkältung)?
- Wie ist die Intensität? Starker Juckreiz und Niesanfälle (Allergie) oder allgemeines Unwohlsein und Abgeschlagenheit (Erkältung)?

Der entscheidende Unterschied: Behandlungsmethoden
Wer eine Erkältung vermutet, kann auf altbewährte Hausmittel wie Wärme, Tee und gegebenenfalls Hustensaft zurückgreifen. Die gute Nachricht: Eine Erkältung ist in der Regel nach maximal zwei Wochen vorbei. Handelt es sich jedoch um eine Allergie, sind oft spezielle Nasensprays oder Antihistaminika die erste Wahl, um den Juckreiz zu lindern.
Mein Tipp aus der Praxis: Wenn die Symptome auch nach zwei Wochen nicht besser werden und Sie weiterhin niesen und husten, ist ein Besuch beim Allergologen dringend angeraten. Ein Allergietest bringt dann endlich Klarheit und den Weg zur richtigen Behandlung.
Was tun, wenn Sie sich unsicher sind?
Die Nase läuft, die Augen brennen – und Sie sind sich immer noch nicht sicher? Keine Panik. Der beste Rat ist, auf Ihren Körper zu hören. Achten Sie auf die feinen Unterschiede in den Symptomen und zögern Sie nicht, bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen. So sind Sie schnell wieder wohlauf und können die Jahreszeiten unbeschwert genießen.
