Samen richtig lagern: So keimen Ihre alten Samen noch im nächsten Frühling

Samen richtig lagern: So keimen Ihre alten Samen noch im nächsten Frühling

Schon wieder ein Haufen Samentütchen vom letzten Jahr, die Sie auf dem Dachboden oder im Keller finden? Die Verlockung ist groß, jedes Jahr frisches Saatgut zu kaufen, doch das muss nicht sein. Oft sind wir unsicher, ob alte Samen überhaupt noch keimen oder wie wir sie am besten aufbewahren, damit sie länger halten. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ihren „Schatztruhen mit Potenzial“ neues Leben einhauchen und unnötige Ausgaben vermeiden.

Warum Ihr altes Saatgut oft noch brauchbar ist

Es ist erstaunlich, wie lange einige Samen ihre Keimfähigkeit behalten können, wenn sie nur richtig gelagert werden. Manche Sorten sind wahre Überlebenskünstler, während andere empfindlicher sind. Die gute Nachricht ist: Mit ein paar einfachen Tricks können Sie die Lebensdauer Ihres Saatguts deutlich verlängern.

Das Verfallsdatum von Samen: Eine Frage der Art

Nicht alle Samen sind gleich. Während Dill und Schnittlauch nach ein bis zwei Jahren kaum noch keimen, können Tomatensamen oder Bohnen bei optimaler Lagerung beeindruckende vier bis sogar zehn Jahre überdauern. Werfen Sie also nicht vorschnell alles weg!

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So überprüfen Sie die Keimfähigkeit Ihrer alten Samen

Bevor Sie neues Saatgut kaufen, machen Sie einen kleinen Keimtest. Das ist kinderleicht und spart Ihnen bares Geld.

Der einfache Keimtest: Schritt für Schritt

  • Nehmen Sie etwa 20 Samen der gewünschten Pflanzenart.
  • Legen Sie diese auf ein Stück feuchtes Küchenpapier in einer kleinen Schale.
  • Decken Sie die Schale mit Frischhaltefolie ab und halten Sie das Papier stets feucht.
  • Nach einigen Tagen können Sie das Ergebnis sehen: Keimen weniger als die Hälfte der Samen, ist es ratsam, diese Charge zu entsorgen.

Keimen nur wenige Samen nicht, ist das kein Grund zur Panik. Säen Sie diese Samen einfach etwas dichter aus als auf der Packung angegeben, um Ausfälle im Gemüsebeet auszugleichen.

Die goldenen Regeln der Samenspeicherung: Kühl und trocken

Licht und Feuchtigkeit sind die natürlichen Feinde von Saatgut – sie wecken es vorzeitig und lassen es unbrauchbar werden. Die optimale Lagerung ist daher denkbar einfach:

Geeignete Behälter für Ihre Samentresore

Ob dichtschließende Gläser, Plastiktüten oder Vorratsbehälter – wichtig ist, dass sie luftdicht sind. Auch Papiertüten oder aus Geschenkpapier gefaltete Briefchen eignen sich, solange sie gut beschriftet und in einem Schuhkarton oder einer Weinkiste sortiert werden.

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  • Kühl: Ideal sind Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius. Ein kühler Keller ist oft perfekt.
  • Trocken: Achten Sie auf eine niedrige Luftfeuchtigkeit, idealerweise zwischen 30 und 35 Prozent.

Tipp: Vergessen Sie nicht, Tomatensamen gut durchtrocknen zu lassen, bevor Sie sie einlagern, um Schimmelbildung vorzubeugen. Das gilt generell für selbst gesammeltes Saatgut.

Wann lohnt sich neues Saatgut wirklich?

Einige Samen sind besonders empfindlich und sollten jedes Jahr neu gekauft werden. Dazu zählen unter anderem:

  • Wurzelpetersilie
  • Pastinaken
  • Schwarzwurzel
  • Dill
  • Schnittlauch

Bei Tomaten, Bohnen, Erbsen und vielen Kohlsorten können Sie sich aber getrost auf Ihr gelagertes Saatgut aus dem letzten Jahr verlassen, wenn die Lagerbedingungen stimmen.

Wie gehen Sie mit Ihren alten Samentütchen um? Erzählen Sie uns davon in den Kommentaren!

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