Haben Sie einen grünen Daumen, aber irgendwie wollen Ihre Pflanzen nicht so recht? Oft liegt das Problem nicht am Dünger oder am Gießen, sondern am falschen Zeitpunkt für die Aussaat. Viele Hobbygärtner starten zu früh oder zu spät, was die Erntechancen direkt beeinflusst. Damit Ihre Fensterbank bald zu einem Mini-Mutterboden für kräftige Setzlinge wird, verrate ich Ihnen, wann wirklich der beste Zeitpunkt ist.
Warum der März Ihre Gärtner-Chance ist (und wie Sie sie nutzen)
Sobald die letzten Schneereste verschwunden sind, juckt es vielen Gärtnern in den Fingern. Aber Vorsicht: Nicht alles kann sofort raus in die Kälte! Die Fensterbank wird ab Ende März zu Ihrem persönlichen Gewächshaus.
Das muss jetzt unbedingt auf die Fensterbank
Für Pflanzen wie Tomaten und Paprika sind die Lichtverhältnisse im März perfekt. Mit ihnen können Sie ganz einfach Ihre eigenen Jungpflanzen ziehen. Sogar Gurken können Sie vorziehen, aber hier ist Vorsicht geboten – sie verzeihen nur wenige Fehler.
- Anzuchterde statt Blumenerde: Nehmen Sie unbedingt spezielle Anzuchterde. Sie hat weniger Nährstoffe, was die Pflanzen dazu bringt, langsam, aber stabil zu wachsen. Das ist wichtig für eine gesunde Entwicklung.
- Schutz vor Schimmel: Ein einfacher Trick kann verhindern, dass Ihre frisch gesäten Samen schimmeln. Achten Sie auf eine gute Belüftung und vermeiden Sie Staunässe.

Ihr Aussaatkalender für das Freiland: Geduld zahlt sich aus
Denken Sie an die Bauernregel: Warten Sie, bis der Boden nicht mehr an Ihren Schuhen klebt! Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass es Zeit ist, die ersten Samen nach draußen zu bringen. Wenn Sie auf Tradition setzen, ist der Gertrudentag (17. März) ein guter Anhaltspunkt für die erste Aussaat.
Eröffnen Sie die Saison: Radieschen, Karotten & Co.
Diese schnellen Gemüsesorten starten meist zuerst im Freiland. Ob das schon Ende Februar oder erst Mitte März klappt, hängt stark von Ihrem lokalen Wetter und Schutzmaßnahmen wie Vlies oder Folientunneln ab. Betrachten Sie diese Angaben als grobe Richtlinie – mit den Jahren entwickeln Sie Ihre eigenen perfekten Zeitpunkte.
Tomaten erst nach den Eisheiligen ins Freie
Ihre mühsam vorgezogenen „Südländer“ wie Tomaten, Paprika oder Gurken dürfen erst nach den berüchtigten Eisheiligen ins Freiland. Das ist in der Regel Mitte Mai. Wer zu früh sät, riskiert einenTotalausfall durch späte Fröste.
Profitipps: Wie Sie Samen richtig ins Erdreich bringen
Der Boden sollte leicht feucht und feinkrümelig sein. Die Aussaattiefe hängt stark von der Samengröße ab. Große Samen wie Erbsen oder Bohnen kommen etwa zwei Zentimeter tief hinein. Kleine Samen, wie bei Karotten oder Basilikum, werden nur leicht angedrückt und mit einer hauchdünnen Erdschicht bedeckt – sie sind Lichtkeimer!
Als Faustregel gilt: Säen Sie doppelt so tief wie der Samen dick ist.

Was sind Lichtkeimer und wie gehen Sie damit um?
Manche Samen brauchen Licht zum Keimen und dürfen daher nicht mit Erde bedeckt werden. Dazu gehören Kopfsalat, Dill, Karotten und Basilikum. Streuen Sie diese Samen einfach auf die Erde und drücken Sie sie leicht an.
Petersilie: Die Diva unter den Kräutern
Sie kennen doch sicher die Bilder von dichten, üppigen Petersilienbeeten? Die Realität sieht oft anders aus. Petersilie ist eine echte Zicke im Gemüsegarten: Sie mag es nicht, zwei Jahre hintereinander am selben Platz zu wachsen. Und wehe, Sie vergessen das Gießen während der langen Keimdauer von vier bis sechs Wochen! Einmal ausgetrocknet, war’s das.
Achten Sie darauf, Petersiliensamen erst ab Ende April zu säen und halten Sie diese konstant feucht.
Haben Sie auch eine dringende Gartenfrage, die Ihnen immer wieder durch den Kopf geht? Schildern Sie uns Ihr Problem in den Kommentaren oder senden Sie uns eine Sprachnachricht unter +49 151 19589000. Wir sind gespannt und versuchen, Ihnen zu helfen!
