Du liebst Paprika, doch nach dem Genuss plagt dich unangenehmes Sodbrennen? Keine Sorge, du bist nicht allein! Viele Menschen kämpfen mit diesem Problem, und die Ursache liegt tiefer, als du vielleicht denkst. Verabschiede dich von nächtlichen Verdauungsproblemen – hier erfährst du, wie du Paprika wieder unbeschwert genießen kannst.
Die unsichtbare Hürde: Warum die Paprikaschale dein Feind sein kann
Paprika ist voller gesunder Vitamine, wirklich! Doch bei näherer Betrachtung ist es oft die Schale der Gemüsepaprika, die unserem Verdauungssystem ordentlich zu schaffen macht. Sie erfordert viele Verdauungsenzyme und kann deshalb schlecht bekommen.
Spitzpaprika – die leichtere Alternative?
Interessanterweise wird Spitzpaprika von vielen besser vertragen. Die Ernährungswissenschaftlerin Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt, dass dies oft an der dickeren, zäheren Schale der runden Paprika liegt.

Paprika-Hacks: So machst du sie bekömmlicher
Wenn du empfindlich auf Paprika reagierst, gibt es ein paar Tricks, um sie besser zu integrieren:
- Verzehrzeitpunkt: Rohe Paprika lieber mittags statt abends genießen. Das minimiert das Risiko für Verdauungsbeschwerden in der Nacht.
- Schälen und Dünsten: Du kannst die Schale einfach entfernen. Halbiere die Paprika, lege sie auf ein Backblech und grille sie bei 180 Grad Oberhitze im Ofen, bis die Haut Blasen wirft und dunkel wird. Anschließend lässt sich die Haut mühelos abziehen.
- Einfaches Schneiden: Kennst du schon diesen Trick? Halbieren, Kerngehäuse entfernen und die Paprika liegt perfekt zum Schneiden bereit.
Mehr als nur Vitamin C: Das steckt wirklich in Paprika
Ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammend, gehört Paprika botanisch gesehen sogar zum Obst – genauer gesagt zu den Beeren. Die gesundheitlichen Vorteile sind enorm:
- Vitamin C-Bombe: Grüne Paprika enthält doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen, rote Paprika sogar dreimal so viel!
- Weitere Nährstoffe: Sie liefert wertvolles Vitamin E, Beta-Carotin und Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium.
Trotz dieser Power-Nährstoffe haben viele Menschen Probleme mit der Verdauung. Woran liegt das?

Kreuzallergien: Wenn Pollen und Paprika kollern
Manchmal steckt eine Kreuzallergie hinter den Problemen. Menschen mit Allergien gegen bestimmte Pollen, wie Birken- oder Beifußpollen, können auch auf Paprika oder Paprikapulver mit Beschwerden reagieren. Auch eine Latexallergie kann eine Empfindlichkeit auslösen. Glücklicherweise sind echte Paprika-Allergien eher selten. Sie entstehen meist aus einer Reaktion auf Proteine, und Paprika enthält davon relativ wenig.
Bio ist Trumpf: Der Pestizid-Check bei Paprika
Ein weiterer wichtiger Punkt: Pestizide. Gerade Paprika aus konventionellem Anbau kann noch immer Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten. Zwar hat sich die Situation verbessert, aber Studien zeigen immer wieder, dass Paprika vergleichsweise häufig mit Pestiziden belastet ist.
Deshalb gilt: Bio-Paprika ist hier wirklich die bessere Wahl. Der Unterschied in Sachen Verträglichkeit und Schadstoffbelastung ist hier spürbar.
Hast du auch schon Erfahrungen mit Paprika und Sodbrennen gemacht? Teile deine Tipps und Tricks in den Kommentaren!
