Sie stehen regelmäßig an der Tankstelle und ärgern sich über die ständig wechselnden Preise? Das Gefühl, immer zum falschen Zeitpunkt einzukaufen, kennen viele von uns. Doch es gibt ein Muster, das fast täglich für günstigere Preise sorgt – und es ist überraschender, als Sie denken.
Die Sache mit den Spritpreisen ist komplex, aber ein Blick auf die Daten des ADAC enthüllt eine klare Tendenz: Morgens greifen Sie tief in die Tasche, abends wird es deutlich billiger. Wir verraten Ihnen, wann Sie die besten Chancen auf einen niedrigeren Preis haben, und zeigen Ihnen, wie Sie die tagesaktuellen Schwankungen optimal für sich nutzen.
Warum die Preise schwanken: Ein automatisierter Tanz
Moderne Tankstellen nutzen hochentwickelte Systeme, die die Spritpreise mehrmals täglich anpassen. Diese automatisierten Prozesse sorgen dafür, dass die Preise ständig auf und ab gehen, und zwar zentral gesteuert, ohne dass der Betreiber manuell eingreifen muss. Aber hinter diesem ständigen Wechsel steckt mehr als nur zufällige Schwankungen – es geht um Gewinnmaximierung und darum, uns Verbraucher zu beeinflussen.

Die Ruhephase: Mehr als nur Nachtruhe
Die längste Phase der Preisstabilität gibt es zwischen 1 Uhr und 5 Uhr morgens. Man könnte meinen, das sei die günstigste Zeit, doch der ADAC warnt: Das täuscht! Diese Ruhephase dient nicht dem Geldbeutel des Kunden, sondern dem System selbst, bevor der Preiswahnsinn am Tag von Neuem beginnt.
Der ADAC-Tipp: „Morgens teuer, abends günstig“
Eine umfassende Studie des ADAC hat die Preisbewegungen an über 14.000 Tankstellen analysiert und ein klares Muster aufgedeckt:
- Höchster Preis: Um 7:00 Uhr morgens ist der Preis oft am höchsten, bis zu vier Cent über dem Tagesdurchschnitt.
- Mittäglicher Tiefpunkt: Gegen Mittag gibt es ein kurzes, aber signifikantes Tief – der Preis fällt hier um etwa zwei Cent unter den Durchschnitt.
- Abendliche Rabatte: Von 15:00 bis 23:00 Uhr bleibt der Preis konstant unter dem Durchschnitt. Am günstigsten tanken Sie meist zwischen 19:00 und 20:00 Uhr (bis zu 3,4 Cent günstiger) und zwischen 21:00 und 22:00 Uhr (bis zu 3,3 Cent günstiger).
Die tägliche Preisspanne: Einsparpotenzial nutzen
Die Preisdifferenz zwischen dem teuersten Morgenpreis und dem günstigsten Abendpreis kann sich sehen lassen: Bei Diesel liegt sie bei etwa 7,3 Cent, bei Super E10 bei 6,4 Cent. Wer also auf die Uhrzeit achtet und eine günstige Tankstelle ansteuert, kann pro Liter bis zu 10 Cent sparen.

Aber Vorsicht: Laut ADAC ist das allgemeine Sparpotenzial zuletzt etwas geschrumpft. Die Unterschiede waren 2023 noch größer. Dennoch: Jede gesparte Minute an der Tankstelle zählt!
Ihr praktischer Lifehack: Die richtige App
Um immer die aktuellsten und günstigsten Preise in Ihrer Nähe zu finden, greifen Sie am besten zu einer der vielen verfügbaren Spritpreis-Apps. Diese bieten nicht nur eine Übersicht nach Standort, sondern auch nach Preis sortierbar, und helfen Ihnen, die größten Unterschiede zu identifizieren. So verwandeln Sie den täglichen Tankstopp in eine kleine Sparaktion.
Haben Sie schon einmal bewusst auf die Tageszeit beim Tanken geachtet? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!
