Stehen Sie nachts schreiend vor Schmerz auf, weil Ihre Wade verkrampft ist? Dieses quälende Gefühl, das den Schlaf raubt, ist den meisten Erwachsenen nur zu gut bekannt. Doch was viele nicht wissen: Die Lösung könnte einfacher und erfrischender sein, als Sie denken. Vergessen Sie vergessene Hausmittel – ein überraschendes Getränk aus dem Glas Ihrer eingelegten Gurken könnte die Lösung sein, nach der Sie verzweifelt suchen.
Der nächtliche Feind: Wadenkrämpfe
Plötzlich zieht sich die Muskulatur Ihrer Wade schmerzhaft zusammen, hält Sie in einem Griff, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Nocturnal calf cramps are simply awful. Automatisch versuchen Sie, den Muskel zu dehnen, stehen auf oder ziehen die Fußspitze zu sich heran. Nach so einer Attacke ist an Schlaf kaum noch zu denken.
Die Rolle von Alkohol
Haben Sie schon einmal bemerkt, dass nach einem Glas Wein am Abend die Krämpfe häufiger auftreten? Eine Studie der Universität Straßburg aus dem Jahr 2018 mit 140 Teilnehmern zwischen 60 und 86 Jahren ergab, dass diejenigen, die eine alkoholische Getränk pro Woche tranken, 6,5 Mal häufiger unter nächtlichen Wadenkrämpfen litten als jene, die keinen Alkohol tranken. Die Menge des Alkohols war dabei nicht entscheidend – ein überraschendes Ergebnis, das den Zusammenhang zwischen Alkohol und Krämpfen unterstreicht.
Mehr als nur Muskulatur: Die neurologische Ursache
Es ist wichtig zu verstehen, dass Wadenkrämpfe kein reines Muskulaturproblem sind. Sie sind vielmehr neurologisch bedingt und betreffen unsere Nerven und deren Reizleitung. Ein Durcheinander im Elektrolythaushalt, ausgelöst durch Faktoren wie Alkohol, Vitamin- oder Mineralstoffmangel, stört die Übertragung elektrischer Impulse an unseren Nervenmembranen. Diese Impulse lassen letztlich unsere Muskeln krampfen.

Häufige Auslöser für Wadenkrämpfe
Die Ursachen für diese schmerzhaften nächtlichen Begleiter können vielfältig sein:
- Starke Dehydrierung durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr.
- Schwangerschaft kann ebenfalls häufigere Krämpfe verursachen.
- Regelmäßiger Alkoholkonsum.
- Einnahme bestimmter Medikamente.
- Vitamin-D-Mangel.
- Übermäßige oder auch stark reduzierte Muskelbelastung.
Was wirklich gegen Krämpfe hilft
Bevor Sie zu diversen Mitteln greifen, ist es ratsam, mit Ihrem Hausarzt zu sprechen. Ein Blick auf Ihre Blutwerte kann Aufschluss geben:

- Elektrolytwerte (Kalzium, Magnesium).
- Nieren- und Leberwerte.
- Blutzucker.
- Schilddrüsenhormone.
- Kreatinkinase.
In manchen Fällen können auch zugrundeliegende Erkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen die Ursache sein. Doch oft lässt sich keine direkte Ursache finden.
Bewährte und unerwartete Helfer
Was können Sie also konkret tun, wenn die Krämpfe Sie plagen?
- Gezielte Dehnungsübungen können präventiv helfen, doch ihre wissenschaftliche Wirksamkeit ist nicht eindeutig belegt.
- Die Wirksamkeit von Magnesium gegen Krämpfe ist wissenschaftlich nicht zweifelsfrei bewiesen, dennoch berichten viele Betroffene von einer Linderung.
- Verschreibungspflichtige Chininpräparate sind eine Option, sollten aber erst nach Ausschöpfung anderer Möglichkeiten in Betracht gezogen werden.
- Gurkenwasser: Eine faszinierende Studie aus den USA hat gezeigt, dass die Einlegeflüssigkeit von sauren Gurken die Dauer von Muskelkrämpfen bei dehydrierten Menschen um die Hälfte verkürzen kann. Die Wissenschaftler vermuten, dass der saure Reiz im Rachen die elektrischen Nervenimpulse am betroffenen Muskel direkt stoppt. Eine Dosis von nur einem Milliliter Gurkenwasser pro Kilogramm Körpergewicht soll hierbei bereits Wunder wirken können.
Ein einfacher Trick für ruhigere Nächte
Wenn Sie die nächste schmerzhafte Nacht vermeiden möchten, könnte ein einfaches Glas Gurkenwasser vor dem Schlafengehen eine überraschend effektive Lösung sein. Es ist ein erfrischender, saurer Muntermacher, der die elektrischen Signale in Ihren Nerven beruhigen und so die schmerzhaften Wadenkrämpfe stoppen kann. Probieren Sie es aus und erleben Sie, wie sich Ihre Nächte verwandeln können.
Haben Sie selbst Erfahrungen mit der Wirkung von Gurkenwasser oder anderen ungewöhnlichen Tricks gegen Wadenkrämpfe?
