Kennen Sie das Gefühl, ständig neue Passwörter erfinden zu müssen, nur um sie dann kurze Zeit später wieder zu vergessen? Viele von uns greifen dann zu den altbekannten Tricks: ein paar Zahlen oder Sonderzeichen hinzufügen. Doch Experten verraten jetzt, dass dies der falsche Weg ist und es einen viel einfacheren Weg zu maximaler digitaler Sicherheit gibt. Bleiben Sie dran, denn diese Methode revolutioniert, wie Sie sich online schützen!
Die Länge ist Ihr bester Freund, nicht die Komplexität
Wir haben alle gehört: „Benutzen Sie viele Zahlen und Sonderzeichen!“ Aber BR-Netzexperte Christian Schiffer lüftet das Geheimnis: Die Länge eines Passworts ist weitaus entscheidender als dessen vermeintliche Komplexität. Frühere Empfehlungen, die auf eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Spezialzeichen setzten, sind heute überholt.
Der Geheimtipp: Ein Passwortsatz für maximale Sicherheit
Experten empfehlen jetzt einen einfachen, aber genialen Trick: Nehmen Sie einen langen Satz, den Sie sich gut merken können. Wandeln Sie diesen Satz in ein Passwort um, indem Sie nur die Anfangsbuchstaben jedes Wortes verwenden. Das sorgt für eine enorme Länge und macht das Passwort nahezu unknackbar.
Beispiel gefällig? Stellen Sie sich Ihren nächsten Traumurlaub vor. Nehmen wir den Satz: „Ich freue mich schon sehr auf unseren vierwöchigen Urlaub in Griechenland diesen Sommer.“ Wendet man die Anfangsbuchstaben-Regel an, ergibt sich: „Ifmssau4UiGdS“. Klingt schon mal vielversprechend, oder?

Die persönliche Note: Zahlen mit Bedeutung
Um Ihrem Passwort noch eine persönliche Note und zusätzliche Sicherheit zu verleihen, können Sie eine Zahl anhängen, die nur für Sie eine klare Bedeutung hat. Das kann das Geburtsdatum Ihrer Großmutter sein, die Anzahl Ihrer Haustiere oder die Quersumme Ihrer Postleitzahl. So kombiniert Ihr Passwort Länge, Einzigartigkeit und persönliche Bedeutung.
Wie oft sollten Sie Ihr Passwort wirklich ändern?
Der Rat, Passwörter häufig zu ändern, wird von vielen Sicherheitsexperten mittlerweile kritisch gesehen. Warum? Weil die Praxis zeigt: Viele Nutzer ändern ihr altes Passwort einfach, indem sie eine kleine Zahl am Ende hinzufügen – beispielsweise eine „1“, „2“ oder „3“. Das macht das Passwort kaum sicherer und der Aufwand ist umsonst.
Besser: Ein starkes Passwort selten ändern. Wenn Sie ein wirklich gutes, langes Passwort erstellt haben, können Sie es auch bedenkenlos länger verwenden. Das ist deutlich effektiver, als ständig neue, schwache Passwörter zu erfinden, nur um den geforderten Änderungen nachzukommen.

Digitale Sicherheit in Ihrer Hand: Mehr als nur Passwörter
Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), betont, dass digitale Sicherheit nicht nur von Passwörtern abhängt. Sie gibt zwei entscheidende Tipps:
- Automatische Updates aktivieren: Schalten Sie auf allen Ihren Geräten – Handys, Computern, Tablets – die automatischen Updates ein. Diese schließen Sicherheitslücken, von denen Hacker profitieren könnten.
- Passwort-Manager oder Passkeys nutzen: Ein Passwort-Manager speichert Ihre komplexen Passwörter sicher und offline. Noch besser ist die moderne Lösung: Passkeys. Diese ermöglichen eine Anmeldung ganz ohne Passwort und sind die zukunftssichere Methode der Authentifizierung.
Und denken Sie daran: Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist eine zusätzliche Sicherheitsebene, die Ihren Online-Schutz erheblich verbessert.
Ihre digitale Festung
Die Erstellung sicherer Passwörter muss kein Albtraum sein. Mit der Methode des langen Satzes und der Zugabe einer persönlichen Zahl schaffen Sie eine digitale Festung, die selbst Profis ins Schwitzen bringt. Kombiniert mit automatischen Updates und modernen Authentifizierungsmethoden sind Sie bestens geschützt.
Welche unkonventionellen Tricks nutzen Sie, um sich Ihre Passwörter zu merken?
