Kleiderschrank ausmisten und Kasse machen: Diese Apps und Plattformen bringen dir echtes Geld ein

Kleiderschrank ausmisten und Kasse machen: Diese Apps und Plattformen bringen dir echtes Geld ein

Stell dir vor, dein Kleiderschrank quillt über, aber du kannst dich einfach nicht von deinen alten Lieblingsteilen trennen. Kennst du das Gefühl? Gut erhaltene Kleidung, die nur Platz wegnimmt, aber zu schade zum Wegwerfen ist. Doch was, wenn du mit diesen aussortierten Schätzen noch bares Geld verdienen könntest, anstatt sie einfach nur an eine Kleiderspende zu geben?

Der Second-Hand-Markt boomt mehr denn je, und gerade in Deutschland ist das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und gegen Fast Fashion wachsend. Laut aktuellen Umfragen kauft über die Hälfte der Deutschen regelmäßig Second-Hand-Produkte, und gebrauchte Kleidung steht dabei ganz oben auf der Liste. Das Geschäft damit wächst rasant – Experten schätzen, dass der Markt allein in Deutschland bis 2025 auf sechs Milliarden Euro ansteigen wird. Das ist deine Chance, denn diese Entwicklung ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern kann auch deinen Geldbeutel füllen.

Welche Kleidung hat Potenzial für deinen Verkauf?

Bevor du loslegst, ein wichtiger Punkt: Kaputte Kleidung, Flecken oder gar ungewaschene Stücke sind natürlich tabu. Aber Fehlkäufe, die quasi wie neu sind, oder Markenartikel, die du nur selten getragen hast, haben hervorragende Verkaufschancen. Du kannst sie entweder einzeln verkaufen, was mehr Aufwand bedeutet, aber meist den höchsten Erlös bringt, oder sie als Paket anbieten, was schneller geht und weniger Organisation erfordert.

Die bequemsten Wege: Ankaufsportale im Check

Wenn du es dir so einfach wie möglich machen willst, sind Ankaufsportale wie Momox Fashion oder Sellpy deine erste Wahl. Hier erfährst du mit wenigen Klicks, was dir für deine Stücke gezahlt wird. Bei Momox Fashion wählst du die Marke aus und siehst sofort, ob deine Kleidung angenommen wird. Schickst du deine gewaschenen Sachen dann ein, wird das Geld nach Prüfung auf dein Konto überwiesen. Sei dir aber bewusst: die Regeln sind oft streng. Mängel wie Flecken oder kleine Löcher können dazu führen, dass deine Kleidung auf deine Kosten zurückgeschickt wird – ein wichtiger Punkt, den viele übersehen!

Sellpy bietet einen ähnlichen Service. Hier bestellst du eine Versandtasche für 2,99 Euro, füllst sie mit deiner Kleidung und schickst sie ab. Sellpy kümmert sich um Fotos und Preisgestaltung, wobei du Widerspruch einlegen kannst. Für jedes eingestellte Kleidungsstück fallen 1,20 Euro an. Der Clou: Ab einem Verkaufswert von 50 Euro erhältst du satte 70 Prozent des Erlöses, sonst sind es 40 Prozent. Das ist ein echter Anreiz!

Kleiderschrank ausmisten und Kasse machen: Diese Apps und Plattformen bringen dir echtes Geld ein - image 1

Lokale Second-Hand-Läden: Persönlicher Touch, aber geduldig sein

Eine gute Alternative sind örtliche Second-Hand-Geschäfte. Sie prüfen deine Kleidung und verkaufen sie auf Kommission. Das bedeutet: Du bekommst dein Geld erst, wenn dein Stück einen neuen Liebhaber gefunden hat. Das kann etwas dauern, aber oft sind diese Läden gute Anlaufstellen für besondere Fundstücke.

Vinted & Kleinanzeigen: Der DIY-Verkauf für mehr Kontrolle

Für echte Schnäppchenjäger und Liebhaber von Markenklamotten sind Plattformen wie Vinted (früher Mamikreisel) oder Kleinanzeigen (ehemals Ebay Kleinanzeigen) die erste Wahl. Hier hast du die volle Kontrolle: Du machst die Fotos, schreibst die Beschreibung und verhandelst direkt mit den Käufern. Der Nachteil: Du brauchst Platz, um die aussortierten Teile bis zum Verkauf zu lagern, und du musst Geduld mitbringen, um auf Anfragen zu reagieren und gegebenenfalls zu verhandeln.

Mein Tipp: Nutze für deine Anzeigen bei Vinted oder Kleinanzeigen gutes Tageslicht für die Fotos, einen hellen Hintergrund und beschreibe alle kleinen Mängel ehrlich. Das schafft Vertrauen und steigert deine Verkaufschancen enorm. Richte dir außerdem eine Preisuntergrenze ein, damit du nicht zu viel an Verhandlungsspielraum verlierst.

Concierge-Services: Der Luxus-Ansatz

Einige exklusivere Plattformen wie Mädchenflohmarkt oder Rebelle bieten einen Concierge-Service an. Ähnlich wie bei Sellpy kümmern sie sich um die Listung deiner Kleidung. Das nimmt dir viel Arbeit ab, kostet aber natürlich auch etwas. Oft wird neben der Provision ein Drittel des Erlöses einbehalten.

Kleiderschrank ausmisten und Kasse machen: Diese Apps und Plattformen bringen dir echtes Geld ein - image 2

Tipps für einen erfolgreichen Verkauf

  • Klare, aussagekräftige Fotos: Nutze Tageslicht und einen neutralen Hintergrund.
  • Detaillierte Beschreibungen: Gib alle wichtigen Informationen und auch kleine Mängel an.
  • Realistische Preisgestaltung: Vergleiche ähnliche Artikel online und setze eine Untergrenze.
  • Schnelle Kommunikation: Antworte zügig auf Anfragen potenzieller Käufer.
  • Pünktlicher Versand: Deine Ware muss schnell und gut verpackt den Weg zum Käufer finden.

Diese Punkte sind entscheidend für gute Bewertungen, die wiederum mehr Verkäufe anziehen. Denk daran, dass deine Bewertungen wie deine Visitenkarte im Internet fungieren.

Kleiderspenden: Gutes tun und richtig spenden

Natürlich ist nicht jede Kleidung verkäuflich. Für gut erhaltene Stücke, die du nicht verkaufen möchtest, sind Kleiderspenden eine wunderbare Option, um Bedürftigen zu helfen. Informiere dich aber vorher bei lokalen Kleiderkammern, was gerade benötigt wird. Manchmal ist Damenbekleidung im Überfluss vorhanden, während andere Teile dringend gesucht werden.

Auch Organisationen wie Oxfam freuen sich über gut erhaltene Kleidung. Der Erlös aus dem Verkauf ihrer Second-Hand-Ware fließt in soziale Projekte. Achte hierbei darauf, saisonal passende Kleidung zu spenden – im Sommer keine dicken Winterjacken.

Vorsicht bei anonymen Sammelcontainern. Oft unterstützen diese große Firmen, die gut erhaltene Kleidung ins Ausland verkaufen. Wenn du sichergehen willst, dass deine Spende dort ankommt, wo sie gebraucht wird, achte auf transparente Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, die ihre Sammelpraktiken offenlegen.

Wohin mit der wirklich unbrauchbaren Kleidung?

Selbst stark abgenutzte oder defekte Textilien sind nicht immer Müll. Reine Baumwolle kann oft noch recycelt werden, zum Beispiel als Dämmmaterial oder Putzlappen. Gib solche Kleidungsstücke in die Altkleidercontainer der örtlichen Abfallwirtschaftsbetriebe, die für die fachgerechte Verwertung sorgen.

Wie gehst du damit um? Kaufst du Secondhand oder verkaufst du lieber deine alten Sachen? Teile deine Erfahrungen mit uns – wir freuen uns auf deine Nachricht oder Sprachnachricht an +49 151 19589000!

Nach oben scrollen