Drei Gründe, warum Sie das Splitt-Granulat auf der Straße im Frühling nicht einfach liegen lassen dürfen

Drei Gründe, warum Sie das Splitt-Granulat auf der Straße im Frühling nicht einfach liegen lassen dürfen

Kennen Sie das unangenehme Gefühl, wenn der Winter unerwartet zuschlägt und Bürgersteige in gefährliche Rutschbahnen verwandelt? In vielen österreichischen Gemeinden ist Streusalz auf Privatgrundstücken — und in Wien fast überall — längst tabu. Sie greifen also zu umweltfreundlichem Granulat oder Splitt. Aber hier lauert der Haken, den fast jeder übersieht. Was passiert, wenn der Schnee schmilzt? Wenn Sie diesen Artikel jetzt lesen, schützen Sie nicht nur Ihren Garten im Frühling, sondern vermeiden auch einen teuren Fehler, den viele Nachbarn machen.

Das stille Problem: Warum Ihr „umweltfreundlicher“ Streusplitt schnell zum Giftcocktail wird

Ich habe in meiner Praxis bemerkt, dass viele Österreicher den Begriff „umweltfreundlich“ falsch verstehen. Splitt, Sand oder Granulat schmelzen das Eis nicht, sie sorgen nur für die nötige Griffigkeit. Das ist der große Vorteil gegenüber Streusalz, das Bäumen, Pflanzen und sogar den Wurzeln in Ihrer Hecke massive Schäden zufügen kann.

Aber selbst Körner, die nicht salzhaltig sind, haben eine unsichtbare Gefahr.

Der Trugschluss der Wiederverwendbarkeit: Deshalb kann das Granulat mit Schwermetallen verunreinigt sein

Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) warnt: Streusalz ist, wenn es durch Schmelzwasser in die Kanalisation oder in Bäche gelangt, ein echtes Problem. Es reichert sich an den Straßenrändern an und fördert Rost an Autos, Brücken und Stahlkonstruktionen. Doch auch der Splitt ist nur bedingt besser.

Hier die drei Gründe, warum der Splitt nach dem Winter unbedingt weg muss:

Drei Gründe, warum Sie das Splitt-Granulat auf der Straße im Frühling nicht einfach liegen lassen dürfen - image 1

  • Der Gift-Schwamm-Effekt: Der Splitt, der den ganzen Winter über auf dem Asphalt lag, hat Schadstoffe, Abrieb von Reifen und Reste von Öl und Schwermetallen (wie Arsen oder Blei) aufgenommen. Er wird quasi zum „Gift-Schwamm“.
  • Das Abfluss-Problem: Wenn Sie das schmutzige Material einfach dem nächsten Regen überlassen, landet dieser belastete Splitt mit dem Abflusswasser direkt in Oberflächengewässern oder im Grundwasser. Sie schieben das Umweltproblem nur auf.
  • Die Wiederverwendung ist alles: Sand, Splitt oder Granulat sind nur dann „umweltfreundlich“, wenn man sie nach dem Winter komplett zusammenkehrt und entweder wiederverwendet oder fachgerecht entsorgt. Das ist der entscheidende Schritt.

Merken Sie sich: Nur Materialien mit dem „Blauen Engel“ sind eine sichere Wahl, aber selbst diese müssen am Ende eingesammelt werden, damit sie nicht die Umwelt belasten.

Der Insider-Tipp aus der Praxis: Womit Sie streuen, wenn es wirklich hart wird

In den österreichischen Bau- und Gartenmärkten (wie OBI oder Lagerhaus) finden Sie viele Alternativen. Aber was ist, wenn der Eispanzer hartnäckig ist? In den meisten Gemeinden, etwa auch in kleineren Orten Niederösterreichs, ist die Verwendung von Streusalz auf Privatwegen strengstens limitiert. Die Alternative kommt oft aus der Küche.

Ihr SOS-Plan für Gefahrenstellen (Treppen und steile Auffahrten)

Wenn es sich um besonders heikle Stellen (wie Treppen oder steile Garageneinfahrten) handelt und Splitt nicht reicht, dürfen Sie oft eine **sehr sparsame** Menge Streusalz verwenden, aber nur als Notlösung. Viel effektiver und umweltfreundlicher sind Spezialgranulate, die auf Gesteinsbasis produziert werden. Sie wirken oft länger und sind pH-neutral.

Der Lifehack, den ich selbst getestet habe:

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In meiner Nachbarschaft beobachte ich oft, wie Leute Asche oder Holzkohlereste verwenden. Das ist zwar nicht immer schön anzusehen, aber **extrem hilfreich**.

  • Asche oder feiner Kies bietet sofortige Griffigkeit.
  • Durch die dunkle Farbe der Asche oder Kohle zieht der Untergrund mehr Sonnenwärme an (wie beim Phänomen des „dunklen T-Shirts“), was den Schmelzprozess beschleunigt.

Aber es gibt einen Haken: Verwenden Sie Asche nur in kleinen Mengen und nur dort, wo sie den Abfluss nicht verstopfen kann, denn auch Asche kann die Böden übersäuern.

Fazit: Die Frühjahrs-Pflicht, die Ihre Pflanzen retten

Egal, ob Sie in Wien, Salzburg oder einer kleinen Tiroler Gemeinde leben: Informieren Sie sich immer bei Ihrer Gemeinde über die genauen Räum- und Streupflichten. Die Regeln sind oft strenger, als man denkt. Doch die wichtigste Lehre lautet:

Sobald das Eis geschmolzen ist und die Temperaturen steigen, nehmen Sie Besen und Schaufel und kehren Sie das gebrauchte Streugut zusammen. Viele Gemeinden stellen Splittkisten zur Verfügung, die sauber entsorgt werden können, oder Sie verwenden den Splitt im nächsten Winter einfach wieder.

Und nun zu Ihnen: Welches Streugut hat sich bei Ihnen in Österreich als das effektivste erwiesen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

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